Pflicht in drei Teilen, Kür in unendlicher Vielfalt.

Artikel in Onlineshops und Katalogen haben eine „komische“ Angewohnheit. Die Ware rechts unterscheidet sich von der Ware links in etwa so wie zwei einander sich ähnelnde Schwestern: Dieselbe Herkunft, ähnlicher Look, dieselbe Geschmacksrichtung. Trotzdem können Sie die Eine nicht gegen die Andere austauschen.

Sie müssen seitenweise Nachthemden-Texte verfassen. Alle edel, alle weiß. Trotzdem: Mal Shirt-kurz, mal Zelt-weit, mal figurbetont, mal knöchellang, tailliert, V-Ausschnitt, mit Spitze, ohne Ärmel. So ähnlich die Ware auf den ersten Blick scheint, sollen die Texte die Unterscheide herausarbeiten, die dem Betrachter vielleicht erst auf den zweiten Blick ins Auge fallen.

Werbetexte Onlineshops und Kataloge - das geht so:

3 Mal Pflicht heißt 3 Mal fragen.

  1. Wozu braucht jemand das Teil?
  2. Welche Merkmale hat es?
  3. Wofür steht das dahinterstehende Label?

 

Für die Kür

darf der Texter alle seine Sinne auf Empfang stellen und seine Fantasie auf die Reise schicken: Wie fühlt sich der Stoff an, aus dem die Träume sind? Welcher Geruch, welcher Duft steigen Ihnen in die Nase? Was löst die Farbe Weiß aus: an Emotionen, an Assoziationen, an Situationen? Was klingt in Ihren Ohren nach, wenn das Nachthemd an Ihnen vorbeihuscht? Welche aparten Details entdecken Sie erst bei genauem Hinsehen?

Sie können die Fragen beliebig erweitern, damit spielen, die ganze Welt durchstreifen. Begriffe kombinieren, Worte variieren, etwas Neues komponieren. Eine Kür kennt keine Grenzen, sie zieht für ihre Zielgruppe wunderschöne Kreise und traumhafte Pirouetten – alles, was das Kauf-Verlangen stärkt, ist erlaubt.

Der Schluss endet am Ausgangspunkt: am Nachthemd, am Touchscreen, am Motorradhelm, an der Angel für Fliegenfischer – mit dem Ziel, den Leser nicht mehr von der Angel zu lassen und den Deal erfolgreich nach Hause zu fahren.


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