Kundenakquise: E-Mailing oder Print-Werbebrief?

Die letzten 15 Jahre wurde der Werbebrief immer mehr von der digitalen Konkurrenz abgelöst: von den Werbe-E-Mails und von den Landingpages (Verkaufsseiten im Internet). Viele dachten und denken immer noch, der per Postsack zugestellte Werbebrief sein ein Auslaufmodell. Zu teuer, zu umständlich im schnelllebigen Internet-Zeitalter.

Allen Unkenrufen zum Trotz:

Trotz Digitalisierung – der Werbebrief lebt!

Laut einer Quelle der Deutschen Post geben deutsche Unternehmen pro Jahr mehr als 10 Milliarden Euro aus für Werbeanschreiben. Eine 1 mit 10 Nullen … 10.000.000.000. Das würden sie nicht machen, wenn kein gutes Geschäft dabei herausspringen würde …

Der Werbebrief lebt!

 

E-Mailing oder Print-Werbebrief? Faustregel.

Online und offline sind keine Konkurrenten, vielmehr zwei Seiten der Marketing-Medaille. Toll, dass wir beide Seiten zur Auswahl haben! Werbe-E-Mails und Print-Werbebriefe stehen gleichberechtigt nebeneinander. Wann kommt was am besten zum Tragen?

Die Faustregel lautet:

Für die Erstkunden-Akquise bietet sich der Postbrief an, für die Kundenpflege eher die Ansprache per Mail. Der Grund:

E-Mail-Werbung ist nicht so ohne weiteres erlaubt.

Da hat der Gesetzgeber seit einigen Jahren den Daumen drauf. Im Klartext: Keine E-Mail-Werbung ohne doppelte Zustimmung des Empfängers. Im ersten Schritt muss er übers Web seinen Willen bekunden, dass er die Mail-Post vom Anbieter akzeptiert und diesem seine E-Mail-Adresse hinterlassen – im zweiten Schritt muss er dann die vom Anbieter eingehende Mail noch bestätigen. Das nennt man „Double-Opt-In“ (*). Hält sich ein Unternehmen nicht an diese gesetzliche Regelung und er spammt die Empfänger zu, droht ihm die Abmahnung.

Ganz anders beim Print-Werbebrief.

Hier darf das Unternehmen auch ohne ausdrückliche Zustimmung des Empfängers Werbepost zustellen – vorausgesetzt, die Adressen entstammen öffentlich zugänglichen Quellen und die Empfänger stehen nicht auf der Robinsonliste: Wer keine personalisierte Werbung will, kann sich auf dieser Liste eintragen.
Mit anderen Worten: Hier hat der Empfänger Handlungsdruck – will er keine Werbung, muss er aktiv werden und sich in der Liste registrieren.

 

Egal, ob E-Mailing oder Werbebrief:

Werbeanschreiben folgen eigenen Regeln.

Die muss man kennen (und dazu auch in der Lage sein, diese in die Tat umzusetzen!), damit der Brief oder die Mail überhaupt gelesen wird und die von Ihnen gewünschte Aktion beim Leser auslöst. Wer die Mailing-Regeln nicht beherzigt, verbrennt sein Werbebudget. Zögern Sie im Zweifel deshalb nicht, einen professionellen Texter Ihres Vertrauens zu engagieren.

 

(*) Praxisbeispiel für Double-Opt-In: Nur wenn Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse HIER eintragen und dann dem Link in der Bestätigungs-Mail folgen, erhalten Sie in Zukunft hin und wieder E-Mail-Post von mir 😉

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