Schreibblockade – und die Zeit rennt …

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Schreibblockade - und die Zeit rennt ...

Mit diesen 3 Uhren überlisten Sie Zeit und Leere.

Irgendwann ist das Füllhorn leer. Die zündende Idee, der packende Einstieg, der besondere Kniff, die treffenden Worte – manchmal verstecken sie sich hartnäckig hinter der dicken, großen Mauer, lassen sich einfach nicht hinter dem weißen, leeren Bildschirm vorlocken! Man fühlt sich leer, zugemauert, vernagelt, verbohrt. Und die Zeit tickt unerbittlich weiter auf die Mauer namens Abgabetermin zu … Crash, ich komme?!?

Ich habe Ihnen heute drei Uhren mitgebracht. Diese können Ihnen helfen, den scheinbar unausweichlichen Crash in einen Höhenflug verwandeln.

Die Eieruhr      

Die Zeit rieselt und rieselt ...

Die Zeit rieselt und rieselt ...

 

Stellen Sie auf „hart kochen“ = 10 Minuten ein, und dann schreiben Sie einfach drauflos. Egal was, Hauptsache es hat in irgendeiner Weise mit Ihrem Thema zu tun. Ihre Wort-Eier fühlen sich nach den 10 Minuten erst halb gar an? Okay, wiederholen Sie den Vorgang. Aber danach legen Sie alles zur Seite und gehen Kuchen backen, oder Hof fegen, oder Auto aussaugen.

Dann gehen Sie zurück und schauen Ihre große, einst weiße Wand an. Fangen an, die Wörter und Sätze zu sortieren. Greifen Gedankenschnipsel auf und brüten aus halb gelegten Eiern schöne Sonntagseier aus: mittels Recherche und weiterer Gedanken, die Ihnen jetzt beim Lesen vielleicht bereits zufliegen.

 

Die Sonnenuhr

Zähl die heit`ren Stunden nur
Zähl die heit`ren Stunden nur

 

„Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit`ren Stunden nur.“ Genau das versuche ich zu beherzigen. „Heiter“ sind die Zeiten, in denen ich die besten Einfälle und den größten Schreibflow habe. Bei mir ist das meist morgens ca. zwischen 8 und 9.30 Uhr, dann noch eine Weile vor dem Mittagessen. Mit Abstand am effektivsten arbeite ich ab 16 / 16.30 Uhr, so bis gegen 20 Uhr. Also versuche ich, am Vormittag und nach dem Mittagessen alle Nicht-Texter- Tätigkeiten und alle nicht so anspruchsvollen Arbeiten unterzubringen. Zumindest theoretisch – in der Praxis sitze ich oft da und fühle mich wie vernagelt – und schaue auf die Uhr ... Natürlich kann ich die Sache mit dem Biorhythmus nicht voll berücksichtigen, aber sie gibt mir eine Grundstruktur in meinem Arbeitsalltag vor. Und ich bin gut bedient, mich darauf einzustellen!

 

Die Rückwärtsuhr

Denken Sie rückwärts!
Denken Sie rückwärts!

 

Lesen Sie Ihr Textprojekt andersrum. Versuchen Sie`s, das Rückwärtsdenken regt die müden Gehirnzellen an! Fangen Sie hinten an, also mit dem Ziel des Projektes, mit dem Schluss des Textes. Was wollen Sie sagen? Was wollen Sie erreichen? Dann arbeiten Sie sich langsam vor: Was muss passieren, damit die Botschaft ankommt? Was gehört gesagt, um den Schluss auf einen soliden Sockel zu stellen? Und siehe da, „plötzlich“ stehen Sie am Anfang. Jetzt sind Sie so weit gekommen, den kriegen Sie jetzt auch noch gebacken.

Drei Uhren, drei praktische Hilfen. Am besten, Sie halten gleich alle drei Uhren stets griffbereit, denn: Time goes by … Good luck with your next text!

Esther Nestle

PS: Am schnellsten bekommen Sie die Schreibblockade aus dem Kopf, wenn Sie Ihr Textprojekt an Ihre Texterin auslagern. Eine Mail, ein Anruf genügt.

 

2 Responses

  1. Pepe H.
    | Antworten

    Das ist doch mal eine pfiffige Idee. Denn, wer kennt das nicht minuten- oder soagr stundenlang vor einem leeren Blatt Papier zu sitzen und die Zeit im Nacken zu haben. Das werde ich auf jeden Fall bei meiner nächsten Schreibblockade ausprobieren. Die Uhren stehen schon bereit…

    • Esther Nestle
      | Antworten

      Das freut mich! Dann gutes Gelingen mit dem „3-Uhren-Prinzip“ 🙂

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