Print-Text ab in den Trichter: Die Print-to-Web-Transformation

Web-Texte - Tipps für Texte im Web

In diesem Artikel erhalten Sie Tipps für perfekt auf das Web zugeschnittene Texte.

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1. Wie Web-User lesen

 

Wie Web-User im Internet lesen

 

Überfliegen statt gründlich lesen:

Die meisten Leser huschen sekundenschnell über die Webseite, immer auf der Hatz nach den Kernbotschaften.

Mehrere Seiten gleichzeitig:

Wie viele Browserfenster haben Sie aktuell offen? Wie lange verweilen Sie bei mir, bis Sie von mir weg zum nächsten Browserfenster hüpfen?

Ungeduld:

Die Informationsflut steht uns bis zum Hals. Während unsere Augen weiter oben den Inhalt überfliegen, sind unsere Hände schon weiter und scrollen nach unten. Ich hab gelesen, dass wir auf die Weise nur ca. 25 Prozent des kompletten Inhaltes erfassen. Spätestens nach 20 Sekunden ist sowieso Schluss: Erfüllt die Seite nicht Lesers Erwartungen, ist er weg.

Langsame Text-Verarbeitung:

Klingt paradox. Das ohnehin schon schmale 20-Sekunden-Zeitfenster wird noch schmalbrüstiger, weil wir am Bildschirm weniger schnell lesen als auf Papier. Ein Viertel hinken wir hinterher: Lesen am Monitor strengt unsere Augen mehr an, die Website-Aufmachung ist bunter, unruhiger, dazu lenken uns Werbung und Blinkblink ab.

 

Auch heute gilt: Was im Print gut läuft, kann selbstverständlich auch im Web funktionieren! Guter Print-Inhalt muss fürs Web nicht neu erfunden werden. Doch der Inhalt muss bis zur Leser-Tauglichkeit durch eine Art Web-Tauglichkeits-Trichter.

 

2. Dieser Web-Trichter rettet Ihnen den A….wertesten

 

Print-Text rein ….

Kriterien für perfekte Webtexte

Klare Sprache, einfacher Satzbau, aktive Verben, übersichtliche Struktur:

Was im Print schon nicht schadet, rettet im Web dem Schreiber den A …. Weil je mehr Mühe der Text macht, desto weniger Leser. So die nackte Wahrheit.

--> Richtwert: Die Hälfte der Worte wie für Ihre Print-Publikationen

 

Das Wichtigste sofort.

Wie bei der Zeitung buumm!!! erst die Quintessenz raushauen. Was ist die Haupt-Message Ihrer Webseite? Erst dann nach und nach mehr in die Tiefe. Aber das am besten erst auf der nächsten oder übernächst-tiefen Ebene. Also Leser klicken lassen für mehr Tiefgang.

--> Tipp: Links eher am Ende des Textes setzen. Sonst verlieren Sie zu viele Leser.

 

Titel und Teaser müssen rocken.

Die Untertitel auch. Titel und Teaser (Start im Fließtext) mit Sogwirkung retten Sie über die ersten Sekunden – wenn alles gut geht, auch über die magischen 20 Sekunden hinaus. Dann noch auf verträgliche Absatzlängen achten und mit knackigen Untertiteln den Leser weiter bei Laune halten.

--> Eins ist Trumpf: Eine Idee pro Absatz
--> Zügig durch: Aufzählungen halten besser bei Laune als Bleiwüsten

 

Spielen Sie.

Holen Sie neben dem „normalen“ Text passende Bilder raus. Oder bauen Sie aus den Bildern eine hübsche Slideshow, oder sorgen Sie mit einem Video für Abwechslung. Sparen Sie auch nicht mit Call-to-Actions.

 

… Web-Text raus.

Auch wenn gute Print-Texte auf denselben Erfolgsfaktoren basieren wie gute Internettexte - akribische Recherche, spannende Inhalte, durchdachte Struktur – lohnt sich die Mühe, Ihren guten Print-Text durch den Trichter zu schicken. Ihre Leser werden es Ihnen danken.

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